Entwicklung von HSDPA in Deutschland
Nachdem im Jahre 2000 die Vergabe der UMTS Frequenzen stattfand, machte die Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation den beteiligten Unternehmen unter anderem zur Auflage, dass innerhalb von gut drei Jahren ein UMTS-Netz aufgebaut sein muss, das mindestens 50% der Bevölkerung erreichen sollte. Vier der ursprünglich sechs erfolgreichen Bieter kamen dieser Auflage nach und konnten die Vorgabe der 50% UMTS-Netzabdeckung erreichen (T-Mobile, Vodafone, O2 und E-Plus).
Die Anfänge von HSDPA in Deutschland
Damit waren der Vorgänger und die ersten Voraussetzungen für HSDPA in Deutschland geschaffen. Die UMTS Geschwindigkeiten von 384 KBit/s machten UMTS nicht unbedingt zu einer Alternative für aus dem Festnetz genutzte Datenverbindungen. Also wurde über einen neuen und schnelleren Datenstandard nachgedacht.
Dieser wurde dann in den Datenturbos HSDPA und HSUPA gefunden. Die ersten Anbieter für HSDPA in Deutschland sollten Vodafone und T-Mobile werden. Als nächster Anbieter stellte auch O2 seinen Kunden HSDPA in Deutschland zur Verfügung. Nach einiger Vorlaufzeit und die bisherigen Entwicklungen im Markt der mobilen Internetverbindungen abwartend zog auch E-Plus den anderen nach. Vorrangig T-Mobile und Vodafone sorgten für den weiteren Ausbau von HSDPA in Deutschland.
Die heutige Situation
Der Datenturbo HSDPA, der im Downlink Geschwindigkeiten von bis zu 7,2 MBit/s und im Uplink als HSUPA Geschwindigkeiten von bis zu 1,45 MBit/s erreicht, steht in Deutschland mit einer guten Flächenabdeckung zur Verfügung. O2 hat in München in einem Versuch sogar schon Datenübertragungsraten bis zu 14,4 MBit/s ins Auge gefasst. Durch die Nutzung der verschiedenen HSDPA Ausbaustufen steht aktuell je nach Netzabdeckung eine wirkliche Alternative zu DSL zur Verfügung.